Apotheke am Botanischen Garten in Braunschweig
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Wilde Malvenblätter und -blüten

Pharmazeutische Bezeichnung
Folia malvae und flores malvae
Stammpflanze
Malve silvestris
Wirkstoffe
1) Malvenblüten: Schleimstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide, darunter das Anthocyan Malvin.
2) Malvenblätter: Schleimstoffe, Flavonoide und geringe Mengen an Gerbstoffen.
Anwendung und Wirkung
Blätter und Blüten der Malve wirken entzündungshemmend, erweichend, reizlindernd und adstringierend. Aufgrund dieser Wirkungen kommen sie zur Anwendung bei Schleimhautreizungen des Mund-Rachenraumes, bei Katarrhen des Respirationstraktes und trockenem Reizhusten. Aufgrund ihrer krampflösenden Wirkung wird die Pflanze auch bei Magen-Darmkoliken sowie leichtem Durchfall eingesetzt.
Eine Höchstdosis von 3 Teelöffeln pro Tag sollte nicht überschritten werden.
Wichtig ist auch, dass die Malvenblätter, bzw. -blüten nicht mit allen Arzneimitteln gut verträglich sind, da die Schleimstoffe deren Resorption vermindern können. Das gilt besonders für Arzneimittel mit geringer therapeutischer Breite, wie z.B. Herzglykoside.
Zubereitung
1-2 Teelöffel werden mit 150 ml kaltem Wasser aufgesetzt, kurz aufgekocht und nach 10 Minuten abgeseiht. 1-2 mal täglich kann eine frisch bereitete Tasse Tee , evtl. mit Honig gesüßt getrunken werden.

http://www.apotheke-bs.de/pflanzenlexikon/malve.htm, Stand: 15. September 2003